ausführliche Beschreibung


Die Teilnehmer werden zunächst in die Entwicklung und die Geschichte des Puppenspiels eingeführt.

Mit den stets verfügbaren und portablen Unterhaltungsmedien und dem allgegenwärtigen Internet ist diese Art der Unterhaltung nur noch wenigen jungen Leuten wirklich bekannt und leider praktisch vom Aussterben bedroht.

Die Schüler haben in diesem Workshop die Gelegenheit diese ursprüngliche Unterhaltungsform zu erforschen und somit einen vollkommen neuen Blick auf diese kulturelle Sparte zu werfen, denn sie werden ihre eigene Handpuppe entwerfen, bauen und zum Einsatz bringen.

Die Schüler entwerfen jeweils einen eigenen Puppencharakter, der mit einfachen Mitteln in das Aussehen der Puppe übertragen werden kann, z.B. wird das fiese Monster sicherlich kein rosa Plüschkleidchen tragen – dies kann die Grundlage für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Rollenklischees, Äußerlichkeiten und Vorurteilen sein.

Eine Einführung in die Grundlagen von Gestaltung/ Design, z.B. die Wirkung von Farben, die unterschiedliche Aussagekraft von Formen, aber auch das Herstellen eines eigenen Schnittmusters für das Puppengewand und das Nähen desselben ermöglicht den Kindern einen neuen Blick auf ihre Umwelt und setzt zudem konstruktive gestalterische Energien und Interessen frei.

Schon hier führt die intensive Beschäftigung mit der Puppe und deren späterem Charakter zu einer Identifizierung mit derselben, so dass bereits eine mögliche Grundlage zur Verhaltensänderung geschaffen ist.

Der praktische Teil setzt sich aus dem Bau des Puppenkörpers aus verschiedenen Schaumstoffformen, dem Handnähen eines Puppenüberzugs und dem Auspolstern der Handpuppe zusammen. Zudem wird natürlich das Gesicht mit passender Mimik erstellt.

Die Teilnehmer werden in die Grundlagen des Puppenspiels eingewiesen und lernen so, wie man die Puppe benutzen kann, wie sie unterschiedliche Stimmungen anhand von Gestik und Körperhaltung der Handpuppe erzeugen und erkennen können – auch dies wird ihnen im realen Leben zu Gute kommen.

Selbstverständlich können die Handpuppen später in den Unterricht einbezogen werden; so könnte z.B. im Deutschunterricht ein geeignetes kurzes evtl. lebensweltnahes Theaterstück geschrieben werden. Anhand dieses Stückes hätten die Schüler/-innen dann die Möglichkeit ihr eigenes Handeln und Verhalten zu hinterfragen, neue Lösungswege kennenzulernen und Probleme aus einer anderen Sicht heraus zu betrachten. Dies kann zum Aufbrechen alter problematischer Verhaltensweisen führen und der gesamten Klasse eine positive Veränderung bringen.

Die Kinder können aber auch einfach mal so in eine vollkommen neue Rolle schlüpfen, z.B. ausprobieren, wie sie sich als gänzlich gegenteiliger Charakter (z.B. schüchternes Kind baut und spielt grobe und vorlaute Monsterpuppe) verhalten würden und lernen, wie die Umgebung darauf reagier

 

 

 

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